Kein Drama im BNC


Kein Drama im BNC

 

 

 

Marybeth, eine Amerikanerin, leitet das BNC (Bernard Nordkamp Centre), ein After-School-Programm, seit über zehn Jahren. Die Kids sind wild, aber Marybeth hat sie unter Kontrolle und hier halten sie sich an die Regeln. Marybeth ist eine energische Frau, höflich, amerikanisch gut gelaunt, führt sie ihre Institution nach dem Motto: Zuckerbrot und Peitsche.

 

 

 

„20 000 Kinder leben in Katutura, aber ich kann nur 150 aufnehmen. Es gibt eine lange Warteliste“, erzählt sie mir. Man kenne sie in Katutura und ihre Einrichtung habe einen guten Ruf. Die Kinder lernen Manieren und sich an  einfache Regeln zu halten, wie Danke und Bitte sagen. Sie haben Spiele und es gibt jeden Mittag Lunch. Jedes Kind hat einen Sponsor in den USA oder Europa, welcher es finanziell unterstützt.
„Die First Lady besuchte mich und fand, es solle einen Ort wie diesen an jeder Ecke in Katutura geben“, berichtet Marybeth.

 

 

 

Ich bekomme einen eigenen Raum, in dem ich den Theaterworkshop halten kann. Drama heißt das in Englisch- aber ohne mich. Die meisten Kids spielen Drama in der Schule, es geht meist um HIV oder den Alltag der Kids, erklärt Marybeth. In Drama spielen ihre Realität: Trinkende Väter, weinende Mütter.

 

 

 

Ich entschließe mich etwas Lustiges zu machen: Comedy.

 

 

 

Und tatsächlich, es läuft besser, die Kinder machen mit. Wir machen Kennenlern-Spiele, Stimmübungen, tanzen und improvisieren eine lustige Szene. Ich stelle fest, dass manche der Kinder sehr expressiv sind, keine Scheu haben, sich zu zeigen. Ich spotte einige Schauspiel-Talente und am Ende des Workshops haben alle ein Lächeln im Gesicht, inklusive der Schauspielerin, die ihren ersten Workshop für namibische Kids hinter sich gebracht hat.

 

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