Katutura grüner machen

 

 

Oder: Wie heißt diese Pflanze nochmal?

 

"Portulacaria Afra", wiederholt meine Freundin Gunhild geduldig. 200 kleine grüne Pflänzchen reihen sich an der Hauswand in abgeschnittenen Milchkartons und Joghurtbechern  aneinander. Ah, richtig. Ein Blick ins Internet verrät: Porkbush oder auch Speckbaum genannt ist im südlichen Afrika Zuhause und bei uns als Zimmerpflanze beliebt. Kaut man die Blättchen, soll das gegen Halsweh helfen. Gunhild ist meine Freundin, bei ihr komme ich jedes Jahr in Windhuk unter. Auch sie hat ein Projekt und kämpft gegen Kakteenbefall in Windhuk, weil die Kakteen den anderen Pflanzen das Wasser wegnehmen. Als Botanikerin züchtet sie Ableger und der Porkbush wächst bei ihr. Sie gibt uns gerne einige Ableger für den Garten im Ombili-Community-Center. Dieser ist verwaist und mit Unkraut zugewachsen. 

Die ehrenamtlichen Helfer planen, dort Spinat, Tomaten und Mais anzupflanzen, um das Gemüse eventuell zu verkaufen. Für das Garten-Projekt hat sich unser Partner-Verein AGZ bereits für Fördergelder beworben. Noch warten wir auf die Zusage des Fördergelds, doch bevor diese kommt, gibt es das kleine Zwischenprojekt: 70 kleine Pflänzchen brachten wir an unserem letzten Tag in Windhuk in den Garten. Jedes Kind bekommt eine Pflanze, für die es zuständig ist. Gießen, Ableger machen, wachsen lassen. Kunstlehrerin Lahiah wird bunte Übertöpfe mit den Kindern gestalten und am Ende entscheiden sie selbst, ob sie die Pflanze mit nach Hause nehmen, sie verkaufen oder im Garten lassen. Grünpflanzen in Katutura? Selten, wenn man sie nicht essen. Kaut man die Blätter des Porkbusches sollen diese bei Halsweh helfen. Ob es stimmt? Die Ehrenamtlichen kenne die Pflanze nicht. Aber das soll ja nichts heißen. Wichtig ist, dass die Kinder Spaß haben und nebenbei noch lernen, wie sie sich um Pflanzen kümmern und Verantwortung übernehmen.

 

 

 

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